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Into the Great Wide Yonder
Trentemøller
In My Room (rough trade)
2010-05-28
price EUR 11,57 fixed price [EUR 19,19]
avarage:
Leider
Progressive Entwicklung vs Do It Again
blue velvet, twin peaks und pulpfiction
Into the Great Wi...related
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contents of Into the Great Wide Yonder:

1. The Mash And The Furry
2. Sycamore Feeling
3. Past The Beginning Of The End
4. Shades Of Marble
5. ... Even Though You‘re With Another Girl
6. H�xan
7. Metamorphis
8. Silver Surfer, Ghost Rider Go!!!
9. Neverglade
10. Tide

Description:

Trentemöller - Into The Great Wide Yon

Customer review

Leider stars-5.gif
bleibt die Platte auch nach mehrmaligem Hören blass und hinter meinen Ansprüchen an eine gelungene Platte zurück. Egal was er bislang machte, es war immer hörenswert und aufregend, aber hier fehlt jedes Quäntchen, das die Platte über 2 bis 3 Sterne hieven könnte. Nichts gegen "Fusion" von Analog und Digital, zumal ich selber eher aus der instrumentenorientierten Musikwelt stamme, aber Trentemoller fügt diesem Universum wenig bis nichts Neues hinzu. Nach noch recht ordentlichem Start sind ab Plattenmitte sogar unterm Strich nur 2 Sterne zu vergeben. Die Songs sind "nett" bis "echt langweilig". Schade.
Nochmals: Ich brauche kein Uptempo um Trentemoller zu mögen, aber die hier dargebotenen Songideen tragen einfach nicht.

Tipp: Vielleicht sollten geborene Elektroniker sich eher geborene Instrumentalisten zur Kooperationen und Fusion heranziehen, ich kenne eigentlich nur Negativbeispiele aus der Rubrik "Elektroniker will mehr Seele / analoge Wärme". Es scheint ihnen schlicht nicht gegeben, sorry. Sven Väth ahnte dies schätze ich, oder es hat ihm ein Männchen auf der anderen Seite gesteckt, als er das Löchlein schloss durch das er zu entschlüpfen hoffte ;)

Progressive Entwicklung vs Do It Again stars-5.gif
INTO THE GREAT WIDE YONDER

...kündigt dem Titel nach schon eine fantastische Reise in die Transzendenz und Metaphysik an und hält was es verspricht.

Der erste Track ("The Mash And The Fury") legt den Auftakt imposant fest, entführt in das sich entfaltende Universum des Albums - düster, bedrohlich, kräftig. Trentemøller legt damit aber auch schon fast den Klimax des Albums an den Anfang, denn dieser Titel legt so viel Energie vor, sodass er den meisten der nachfolgenden Stücke eher einen entspannenden Chill-Out-Charakter verleiht. Dennoch verliert sich dieser Eindruck immer wieder in eine dunkle Ungewissheit musikalischer Variabilität - und genau diese Unberechenbarkeit hält die Spannung über das gesamte Album dann doch aufrecht.

Die oft ausgesprochene Pop-Natur liegt demnach wohl eher in den Stücken mit Vocal-Einlagen verborgen, obwohl "Even Though You're With Another Girl" fast einsam bleibt mit der Idee Pop. Daher kann von Radiotauglichkeit (nimmt man dies als Teil der Definition Pop) nicht wirklich die Rede sein. Zu eindringlich düster und eingefasst in die Gesamtpräsentation ist jeder Titel, was doch eher für ein Konzept spricht. Auch besagte Ausflüge wie der in das DICK DALE'sche Reich mit "Silver Surfer, Ghost Rider Go!!!" werden durch andere Tracks des Albums vorbereitet ("Sycamore Feeling") oder weitergedacht ("Neverglade").

Der auch auf dieses Album angewandte Begriff Emo-Techno ist folglich ebenso völlig deplatziert, dieses Genre wird von VNV-Nation o.a. bedient, aber keinesfalls von Trentemøller. Er definiert vielmehr eine träumerische Variante von Emotionalität, die aber immer vorwiegend kühl bleibt und Melancholie nicht wirklich zulässt.

Abschließend: Der oft gehörte Vergleich zugunsten des Debüt-Albums THE LAST RESORT kann nicht gelten, zu groß ist die augenscheinliche Weiterentwicklung der ursprünglichen Ideen. Gerade das vergleichende Hören beider Alben macht den Sprung in eine neue musikalische Dimension deutlich, die man leicht obschon der positiven Erinnerungen an die erste Platte naiv verneinen möchte. Dieses Album ist tiefergehend und weitreichender als jeder Vorbote, bietet aber vor allem neue Perspektiven und damit eine fantastische Odyssee für jeden offenen Zuhörer!

Weitere Empfehlung bei Gefallen: TRANS AM - THING (Thrill Jockey/Rough Trade, 2010).

blue velvet, twin peaks und pulpfiction stars-5.gif
OMG!

in welches dänisches birkenwälchden hat Anders Trentemøller's iPhone ihn geführt, in dem ein bösartiger troll ihn in ein zeitloch geschupst hat?

moan, into my skin, always something better, polar shift - sie alle waren emotionalisierende, ja knisternd erotisierende kleinkunstwerke, die wie kraftwerk in den 70/80ern zeitlos futuristisch funktionieren.

die erwartung war hoch, zugegeben. und dann das. zwei sterne dafür, dass er den mut hat den rückwärtsgang einzulegen und uns in die independant filmwelt der späten 80er und frühen 90er zurückkatapultiert. aber leider haben wir das alles schon gehört. david lynch und tarantino hätten diese cd für blue velvet, twin peaks und pulpfiction liebend gerne verwendet. trentemoller schafft einen klassiker von vorgestern - und das ist sehr sehr schade.

lässt the mash and the fury noch euphorisiert hoffen, ist sycamore feeling ein schlag ins gesicht.

past the beginning of the end lässt - wohlwollend gemeint - mädchen amick durchs vernebelte fenster linsen.

shades of marble ist intelligent und angenehm, bis auch hier die verschreckende wahwah gitarre das meisterliche tongeflecht zerreisst.

...even though... nervt mit retro at its worst. dagegen klingt selbst yellos anniversery album touch frisch, und das war DIE enttäuschung 2009.

haxan entschädigt ein bisschen. ja, so wie the mash and the fury spürt man hier den komponisten trentemoeller. auch hier ein bisschen zu sehr von gestern, aber hier funktionierts. gefinkelte arrangements, interessante sounds, wow, für mich die beste nummer auf diesem loooooooooooooooooooongplayer.

metamorphis dafür ein 2:05 füllding, das auf den frontlineassembly alben der 90er 100mal zu hören war. dieses ding beim mp3 download einfach weglassen und sparen, denn es tut einfach gar nix.

silver surfer.ghost rider go. hm. sprachlosigkeit. nach 15 mal hören im auto, mit inears, auf der anlage - noch immer hm. Immer wieder dieses affige bild in dem uma thurman mit gespreizten fingern und schwarzer ponyperücke tanzt. Warum nur muss dieser ausflug sein - eine liebeserklärung an quentin? Aber wenigstens eine energiespritze - die man auch dringend braucht - denn was folgt ist the worst of it all:

neverglade. Es entwickelt sich einfach gar nicht. Nach 30 sekunden kennt man das ganze lied, und das ist genau was es ist. Singer songwriter gibt es genug. Sich auszuprobieren ist ja in ordnung, aber muss man es auch gleich alles veröffentlichen?

Was uns zu tide führt, dem grossen finale. Gross hinsichtlich der länge. Freute man sich bei trentemoller bisher immer auf das was noch kommt, kommt auch hier nichts neues hinzu. Ein bisschen wie kate bush auf valium. Das schlagwerk ist ein wenig runnign up that hill, aber nicht so treibend. Diese nummer passt perfekt zu einem staffelende von grey's anatomy. Aber nicht auf ein trentemoller album.

Warum ich mir bei diesem mißfallen die zeit nehme diese rezension zu schreiben? Ich habe karten für das trentemoller konzert am 12. Oktober in wien gekauft. Vielleicht liest der meister himself diese zeilen und spielt ein bisschen was seiner alten sachen :o)

Für alle die etwas frisches hören möchten, das so klingt wie trentemoller früher, hier ein tip: marek hemmann: In between. Besonders Yvette, Gemini und Down sind hörenswert! habe ihn letztes wochenende live gesehen und war platt. lustig: er hat trentemöllers sereneti schon remixed....

Trotz allem, Adres Trentemöller hat mein leben um einige meiner alltimefavorite tracks beschert, dafür danke!


ohne Inspiration, langweilig stars-5.gif
Kaufentscheidend war für mich eine Rezension der Groove-Redaktion, wonach dies das Album wäre, das Sven Väth immer gern gemacht hätte. Und da ich die frühen Alben vom Sven lobhudele und dauerhöre gelangte die CD dann schnellstmöglich in meinen Besitz - danke Amazon hierfür.
Nun, nach erstmaligem Durchhören bin ich sehr enttäuscht, die Songs können aufgrund der kurzen Länge überhaupt keine Atmosphäre geschweige denn Spannung aufbauen, sind ideen- und leidenschaftslos, die Stimmen sind schwach - kurz: Alles will, nichts kann!
3 Punkte dafür, dass zumindest im ersten und letzten Song die alte Klasse aufblitzt.
Schade, hab mich schon lange nicht mehr so auf eine neue CD gefreut wie bei dieser.

Soundtrack für das etwas andere Kopf-Kino stars-5.gif
Vor knapp fünf Jahren erschien eine etwas merkwürdige aber sehr faszinierende Platte: "The Last Resort". 13 musikalische Miniaturen aus Melodien, verträumten Sphären, verschraubten Arrangements und dreckigen Elektro-Beats. Eine Platte, die mich nicht sofort begeisterte, aber auch nicht mehr losließ und immer und immer wieder in den Player drängte bis heute. Kritiker feierten den dänischen Multiinstrumentalisten Anders Trentemöller hymnisch und spätestens mit seiner Tournee durch die Festivals dieser Erde wurde er vom Geheimtipp zum Liebling der Freunde intelligenter elektronischer Musik. Sein neues Album knüpft nun an das Debüt an. Will sogar noch mehr. Wie immer etwas sperrig, aber ergreifend, schräg, aber auch schön, haben die Stücke diesmal neben dem typischen, sphärischen Minimal-Elektro-Sound auch eine Art Indie-Rock-Ästhetik. Jaulende, verzerrte Gitarren treffen auf Synthie-Teppiche, melodische Gesangseinlagen begegnen minimalistischen Beats, 80er-Ästhetik verschmilzt mit der Dynamik unseres Jahrtausends in einer Konzept-Oper, wie man sie von experimentierfreudigen Künstlern der 70er Jahre her kennt. Alles scheint möglich; besonders wenn man sich erst einmal durch den anstrengenden Eröffnungs-Track gekämpft hat. Keine Musik für die nette Nebenher-Hintergrund-Beschallung, sondern ein herausfordernder Soundtrack für das ganz persönliche Multiplex-Kopf-Kino.


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